• Mimi

Wie es zu Manuka Gifts kam.

Aktualisiert: 20. Aug 2020

Im März 2020 trennten sich Terry's und meine Wege unerwartet aufgrund der Corona-Krise. Als es in Europa richtig schlimm wurde waren wir gerade auf den Fidschi-Inseln. Ein wunderschöner Ort zum Abschalten, Schnorcheln und die Seele-Baumeln-Lassen, aber leider kein wunderschöner Ort, wenn man von zuhause hört, dass das Land in "Lock-Down" geht - den Begriff und was das bedeuten würde war mir damals in keinster Weise vertraut.

Wir versuchten alles, um irgendwie gemeinsam weiter zu kommen, aber waren leider nicht erfolgreich. Und so saß ich einige Tage später plötzlich bei meiner Familie in Tirol und Terry bei seiner Familie in Port Elizabeth (Südafrika).


In den ersten Tagen fühlte es sich so an, als würde mir jemand den Boden unter den Füßen wegreisen. Ich hatte wirklich keinen Plan für meine Zukunft, da doch eigentlich die Idee war, noch bis Juli zu reisen und dann gemeinsam mit Terry in Tirol anzukommen. Und es lief mal wieder alles anders als geplant.


Diese Zeit war nicht leicht. Ich hatte meine Freunde und Familie über ein Jahr nicht gesehen, und durfte jetzt nicht mal in ihre Nähe. Ich war es gewohnt, in der Nähe des Meeres zu sein und einfach frei zu sein, jetzt durfte ich meine Gemeindegrenze nicht übertreten und keinen Sport machen.


Was mich aber noch viel mehr umhaute war es von der Situation zu hören, in die Terry zurück kam. In den europäischen Medien gab es wirklich null Meldungen über unsere Grenzen hinaus. USA und Brasilien waren manchmal noch Thema, aber wie es den Menschen im globalen Süden geht, interessierte niemanden. Jegliche politische Aktionen waren auf uns Österreicher und Österreicherinnen konzentriert und darauf ausgelegt, dass sich unser Land, unsere Wirtschaft und unser Gesundheitssystem möglichst nicht überstrapazieren beziehungsweise möglichst schnell wieder erholen.

Von EU-Abkommen, offenen Grenzen und gegenseitigem Helfen war nichts mehr zu sehen.


Meine Überlegungen dauerten nicht lange, eigentlich war es eine einfache Gleichung: ich habe im Moment viel Zeit, brauche eine Beschäftigung und möchte den benachteiligten Ländern helfen. Daraus ergab sich für mich die einfachste Lösung: ich musste meine Zeit in Geld verwandeln, welches ich spenden konnte.

Also besorgte ich einen Sack voller Knüpfgarn und Buchstabenperlen und machte mich an die Arbeit. Ich fertigte ein paar Beispiel-Armbänder an, fotografierte diese und veröffentlichte die Aktion auf Instagram.

Zeitgleich informierte ich mich über Hilfsorganisationen und die Projekte, welche gerade besonders viel Beachtung brauchten und entschied mich schließlich für "Brot für die Welt". Hier konnte man nicht nur bewusst auswählen, an welches Projekt die Spende gehen sollte, sondern bekam auch einen tiefen Einblick in die wirklichen Schwierigkeiten, welche die Coronakrise in den afrikanischen Ländern verursachte.


Eines der großen Probleme zum Beispiel war und ist, dass es in großen Teilen des Landes kein Informationsnetz gibt. Internet - Fehlanzeige, wodurch nicht nur Home-Schooling unmöglich ist, sondern sich die Bevölkerung nicht einmal ausreichend über die Gefahren und Ausbreitungsfomen des Virus informieren konnte. Ebenso gibt es kein fließend Wasser, was Hygienevorschriften unmöglich macht. Üblicherweise bekommen die Kinder die einzig gute Mahlzeit am Tag mittags in der Schule, welche nun geschlossen ist. Durch die Mangel- und Unterernährung ist ihr Immunsystem geschwächt und somit noch anfälliger für das Virus.


Die Lage der Fakten war erschreckend und somit für mich genau der richtige Punkt, um anzusetzen. Ein Armband ging für 6€ an den neuen Besitzer, 100% des Gewinns gingen an die Hilfsorganisation. Mein Beitrag: die Arbeitszeit welche hinter Materialbeschaffung, Herstellung, Versand, Bestellmanagement, Fotografieren, neuen Kollektionen... steckt.


Mein Bekanntenkreis nahm die Aktion super auf und unterstützte mich mehr, als ich mir gedacht hätte. Innerhalb der nächsten 6 Wochen wurden nicht nur über 250 Armbänder bestellt, sondern es wurde auch oft mehr gespendet und die Aktion weitererzählt. Das alles trug dazu bei, dass ich plötzlich ganz schön viel zu tun hatte.


Es war mir wichtig, meine Unterstützer auch über die Situation in Afrika zu informieren und da saß keiner näher dran, als Terry! In einem Instagram-Live-Video erzählte er uns aus seinem Lockdown, und was sich auf den Straßen abspielte.


Immer mal wieder brachte ich auch "neue Kollektionen" raus, wodurch einige sogar zwei bis drei Mal bestellten und sich selbst, aber auch ihre Freunde und Familie beschenkten.


Als ich dann wieder mit einer Festanstellung startete beschloss ich, dass es Zeit war das Projekt zu beenden. 1.574€ konnte ich durch die Armbandaktion einnehmen und an die Corona-Hilfsaktion von "Brot für die Welt" spenden. Eine Summe, die wirklich etwas bewirken kann!


Zuvor hatte ich noch nicht oft gespendet und durfte durch die Aktion zum ersten Mal so richtig dieses Gefühl der absoluten und radikalen Selbstlosigkeit erfahren. Ich hatte nachts um halb 4 geknüpft, das Material nicht aus der Hand gelegt, auch wenn ich zwischendrin selbst krank war und war und manche privaten Termine kurz gehalten, um jegliche Energie in die Armbänder zu stecken.


Dieses Gefühl erfüllte mich mit so viel Liebe, dass ich sofort den Wunsch hatte, weiterzumachen. Da ich eben mittlerweile wieder in einem beruflichen Alltag bin, stand für mich im Fokus, etwas zu finden, wo der zeitliche Aufwand eventuell etwas geringer ist, die Wirkung aber nicht nachlässt.

Da ich selbst immer Schwierigkeiten hatte, leistbaren Modeschmuck zu finden, der qualitativ gut ist und meinen Vorstellungen entspricht, und ich es liebe, meine Freunde mit Kleinigkeiten zu überraschen, kam die Idee zu Manuka Gifts auf. Terry war natürlich sofort an Board, ganz nach dem Motto "I want you to be happy!" ;-)


Mit Manuka Gifts arbeiten wir nun an etwas, das diese Dinge vereinen soll: wir sind trendorientiert, schaffen Produkte, die nicht nur gekauft werden, um etwas Gutes zu tun, sondern in der Tat Wegbegleiter sind und haben die Möglichkeit, das trotz Festanstellung und trotz einigen Tausend Kilometern Distanz zwischen uns gemeinsam umzusetzen. Dabei wandeln wir nach wie vor unsere Energie in eine Spende um und schaffen Bewusstsein für nachhaltigen Konsum. Wir sind gespannt, wohin diese Reise uns führen wird; d a n k e, dass du dabei bist!







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